Noch ein Tag in Jerusalem

Montag, 15.04.2019

3. Tag - Jerusalem

Heute wurden wir geführt. Bereits zu Hause hatten wir eine deutschsprachige Stadtrundfahrt "Goldenes Jerusalem" gebucht. 

Zunächst fuhren wir auf den Mount Scopus. Hier befindet sich die Hebräische Universität. Von diesem Berg bekommt man einen guten Eindruck über die Größe der Altstadt und der geschichtsträchtigen Altstadt. Leider hatten wir keine klare Sicht. Doch waren die Stadtmauer und der Tempelberg mit Felsendom und Al Aqsa-Moschee gut zu sehen.

Anschließend ging es zum Zionstor. Hier besuchten wir das Grab König Davids und den Ort Jesus' letzten Abendmahls. Heute war Palm-Sonntag, so dass wir leider nicht auf den Ölberg mit seinen 1.000 jährigen Olivenbäumen konnten. Die Straßen wurden für die Prozession vom Ölberg zur Altstadt gesperrt. 

Danach gingen wir zum Jüdischen Viertel.

 Unsere Reiseleiterin übersetzte den Gesang 

Auch hier waren wir bereits gestern. Das war nicht schlimm, bekamen wir halt noch ein paar Dinge erklärt, von denen wir vorher teilweise noch nichts wussten. 

 

Felsendom und Al Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg

Die Krönung war der Besuch der West Wall - der Klagemauer. Eines haben die monotheistischen Religionen gemein: Trennung von Mann und Frau: Das Grab König Davids und auch die Klagemauer konnten wir nur getrennt betreten. Die Männer mussten jeweils eine Kippa tragen. 

Nun wurde es christlich. Nochmals über die Via Dolorosa besuchten wir die Grabeskirche in der  Jesus beerdigt wurde. Das Grab ist natürlich leer, da er bekanntlich zum Himmel aufstieg.

Die Grabeskirche

Die Kirche war sehr beeindruckend.

Nach unserem Mittag fuhren wir zur letzten Sehenswürdigkeit der Tour: Zum Holocaust-Denkmal Yad Vashem. Ja ich muss zugeben. Mir liefen die Tränen. Es handelt sich um ein Valley, das nicht in 1 1/2 Stunden zu begehen ist. Wir hätten viel mehr Zeit benötigt, um alles zu sehen. So waren wir "nur" im Holocaust-Museum. Aber das allein war schon sehr bedrückend, besonders der Saal der Namen.

Das Gebäude ist lang und schmal, welches durchschritten werden muss, eine Abkürzung gibt es nicht, das muss man durch! Und das fällt einem wirklich nicht leicht. Das Ende des Gebäudes mündet in einen Balkon mit einem Blick auf das grüne Tal. Dieser Blick bedeutet Hoffnung für Israel. Ein sehr friedlicher Blick!

Mir wurde hier nochmals bewusst, dass wir als Deutsche in Israel sind ohne irgendwelchem Hass zu begegen, bei dieser katastrophalen Geschichte! Einfach unglaublich.

Am Abend tauchten Dirk und ich nochmals ins lockere Leben von Jerusalem ein.